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Schwangerschaftsstreifen – was hilft?

Bild Schwangerschaftsstreifen - Vitabay Magazin

Viele Frauen haben mit dem lästigen Problem zu kämpfen: An Dehnungsstreifen, auch Schwangerschaftsstreifen genannt, erinnert man sich nicht gerne, wenn man auf das Babyglück zurückblickt. Lesen Sie im Vitabay Magazin, wie Schwangerschaftstreifen entstehen und erfahren Sie, welche Mittel dagegen helfen.

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

Bei den hellen, oft gräulichen Streifen und Maserungen auf Bauch, Po, Brüsten oder Oberschenkeln handelt es sich um dauerhafte Beschädigungen der Haut. Diese entstehen aufgrund von gerissenem Gewebe: die Elastizität der Haut geht verloren, wodurch sie sich nicht mehr zusammenziehen kann.

Wie entstehen Dehnungsstreifen?

Innerhalb der neunmonatigen Schwangerschaft wächst der Bauch auf einen Umfang von bis zu 130 cm. Diese Veränderung stellt eine große Herausforderung für das menschliche Bindegewebe dar. Die Ursachen für die Stärke von Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft sind vielfältig:

  • Genetische Veranlagung des Bindegewebes,
  • Hormonumstellung,
  • Wasserhaushalt aufgrund des Ernährungsstils,
  • Starkes Übergewicht während der Schwangerschaft oder auch
  • Mehrlingsschwangerschaften.

Die erbliche Komponente spielt bei der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen die größte Rolle. Wer nicht schon eine Veranlagung für schwaches Bindegewebe hat, kann den meisten Punkten jedoch gezielt entgegenwirken.

Bild Bauch einer Schwangeren - Vitabay Magazin

Dehnungsstreifen können eine Vielzahl möglicher Ursachen haben. (c) Pixabay

Womit kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?

Schon mit einigen Hausmitteln und Anwendungen können Sie die Bildung von Schwangerschaftsstreifen verringern. Das Vitabay Magazin stellt Ihnen die wirksamsten Möglichkeiten vor:

Massage

Regelmäßige Massagen mit wertvollen Ölen und Cremes versorgen die Haut während der Schwangerschaft mit ausreichend Feuchtigkeit und regen die Durchblutung des Gewebes an. Dafür eine kleine Hautrolle zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und diese leicht in die obere Richtung zupfen. Achten Sie darauf, dass es nicht wehtut und sparen Sie den Bereich über dem Schambein aus, da die Massage die Gebärmutter zu Wehen reizen könnte. Diese Anwendung sollten Sie circa einem Monat nach dem Geburtstermin beenden. Als Massageöle eignen sich zum Beispiel Jojobaöl, Mandelöl oder Rizinusöl.

Gesund ernähren und viel trinken

Frisches Obst und Gemüse sorgt dafür, dass der Körper und besonders die Haut mit ausreichend Nährstoffen versorgt sind. Darüber hinaus sollten Sie zu basischen Lebensmitteln greifen, da eine Übersäuerung des Körpers ebenfalls Dehnungsstreifen begünstigen. Spinat, Petersilie oder Gurken sind beispielsweise ideale basische Produkte. Reduzieren Sie säurebildende Lebensmittel wie Fleisch- und Milchprodukte und verzichten Sie auf Industriezucker und Alkohol.

Neben der Ernährung sollten Sie auch ausreichend über den Tag verteilt trinken. Ein Gewebe mit hoher Feuchtigkeit ist widerstandsfähiger und weniger anfällig für Verletzungen. Zwei bis drei Liter Wasser am Tag sind ideal. Verzichten Sie allerdings auf gezuckerte Getränke!

Wichtiger Hinweis von Vitabay: Die ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit ist generell wichtig für den Körper, unabhängig von einer Schwangerschaft oder Dehnungsstreifen. In unserem Gesundheits-Ratgeber finden Sie viele hilfreiche Beiträge, mit denen Sie topfit werden und bleiben!

Bild Petersilie - Vitabay Magazin

Basische Lebensmittel wie Petersilie schützen vor Übersäuerung – und die wiederum begünstigt die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen. (c) Pixabay

Wechselduschen

Das altbewährte Hausmittel eignet sich ideal, um die tägliche Durchblutung der Haut anzuregen. Bei den Kalt-Warm-Reizen verengen und weiten sich die Blutgefäße, was sich unmittelbar positiv auf das Immunsystem, die Wärmeregulierung des Körpers und den Kreislauf auswirkt. Beginnen Sie am besten mit heißem Wasser und wechseln Sie für circa eine Minute zu kaltem Wasser.

Wie kann man Schwangerschaftstreifen behandeln?

Wer nach der Schwangerschaft mit Streifen und einem erschlafften Hautbild konfrontiert wird, sollte nicht sofort verzweifeln. Auch nach der Schwangerschaft gibt es einige Möglichkeiten, gegen die lästigen Dehnungsstreifen anzugehen:

Micro Needling

Beim Micro Needling werden mittels eines Nadelrollers kleine Wunden in die Haut gestochen, welche die Kollagenbildung der Haut anregen. Die Methode kann bei einem medizinischen Spezialisten oder aber auch mit Nadelrollern oder Nadelpens selbst durchgeführt werden. Allerdings sollte man sich bei einer Selbstbehandlung bewusst sein, dass das Risiko für Infektionen und kleine Verletzungen deutlich steigt.

Laserbehandlung

Die Behandlung von Schwangerschaftsstreifen mit einem Laser gehört zu den bekanntesten operativen Möglichkeiten. Oft wird sie nach der Schwangerschaft eingesetzt, um rote Dehnungsstreifen zu entfernen. Bevor Sie sich einer solchen Behandlung unterziehen ist es sinnvoll, sich gründlich in einem Beratungsgespräch zu informieren. Da die Methode bis zu 1.000 € pro Bereich kosten kann, sollte man sich bewusst sein, dass die Krankenkassen keine Kosten übernehmen.

Sport

Wer sich genug bewegt, kräftigt durch den Muskelaufbau nachhaltig das Bindegewebe. Als perfekte Einsteigersportart nach der Schwangerschaft eignet sich schwimmen bzw. tauchen, da es fast alle Muskelgruppen beansprucht und die Belastung für die Gelenke weniger stark ist als bei Aerobic-Kursen oder Joggen. Zu guter Letzt tut Sport nicht nur dem Körper gut, sondern wirkt sich ebenfalls positiv auf das Gemüt aus.

Bild Frau taucht im Swimmingpool - Vitabay Magazin

Wassersport ist schonend für die Gelenke, hilft aber gleichzeitig dabei, das Bindegewebe wieder zu stärken. (c) Pixabay

Fazit

Gegen Schwangerschaftsstreifen können Sie sowohl vor als auch nach der Entstehung vorgehen. Dabei sind viele der hier gezeigten Maßnahmen relativ einfach und zum Großteil auch zu Hause durchzuführen, sodass Sie sie schnell durchführen können.

Sie sind schwanger? Dann lesen Sie im Vitabay Magazin, wie Sie das Immunsystem in der Schwangerschaft stärken.

Weiterführende Informationen rund um die Entstehung und Behandlung von Dehnungsstreifen

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