Gesundheit Lifestyle

Wirkstoffe in Deodorants

Deodorant Nahaufnahme - Vitabay Magazin

Einmal sprühen und der Schweißgeruch ist verschwunden – wie funktionieren eigentlich Deodorants? Welche Wirkstoffe sind dort enthalten und was bewirkt die Übertünchung von unangenehmen Gerüchten?

Im Vitabay Magazin erfährst Du mehr über die wichtigsten Stoffe in Deos und die Unterschiede zu Antitranspirantien.

Wie entsteht Schweißgeruch?

Um zu verstehen, wie Deodorants in Kombination mit unserem Körper funktionieren, ist zunächst wichtig zu wissen, wie überhaupt Körper- bzw. Schweißgeruch entsteht. Für einen detaillierten Blick auf das Thema empfehlen wir Dir unseren Artikel Schweißgeruch – Ursachen und Hilfsmittel.

Um die wichtigsten Punkte zusammenzufassen: Der Schweiß ist für uns lebenswichtig, da er den Wärmehaushalt des Körpers reguliert und verhindert, dass uns zu warm wird. Darüber hinaus fungiert er als Transportmöglichkeit von schädlichen Stoffen. Konkret gibt es dabei zwei Arten von Schweißdrüsen: apokrine (auch Duftdüsen genannt) und ekkrine. Letztere produzieren den größeren Schweißanteil.

Interessant ist dabei, dass der reine Schweiß keinen Geruch ausströmt (was nur logisch ist, da er zu einem überwiegenden Anteil lediglich aus Wasser besteht). Dieser kommt erst durch die Bakterien zustande, die den Schweiß abbauen und in ihre Einzelteile zersetzen (vorrangig Ameisen- und Buttersäure). Und genau an der Stelle kommen verschiedene Produkte wie Deodorants oder Antitranspiranten ins Spiel.

Läufer in Startposition auf Laufbahn - Vitabay Magazin

Bei sportlichen Aktivitäten ist die Schweißproduktion erhöht, um den Wärmehaushalt zu regulieren. – Vitabay Magazin

Unterschiede zwischen Deodorants und Antitranspirantien

Aber zunächst noch ein Vorwort zu den Begriffen Deo bzw. Antitranspirant. Denn auch wenn sie oft synonym verwendet werden, gibt es Unterschiede zwischen diesen beiden Kosmetikprodukten. Diese liegen in der Zielsetzung der jeweiligen Produkte.

Ein Deodorant soll das Wachstum der Mikroorganismen eindämmen, die den Schweiß zersetzen. Beigesetzte Inhaltsstoffe sorgen für einen angenehmen Duft, und gegebenenfalls weitere beinhaltete Stoffe pflegen die Haut zusätzlich. Ein Antitranspirant geht das Problem anders an. Ziel dieser Produkte ist es, die Schweißproduktion einzuschränken. Dadurch entstehen weniger Bakterien, die die Ursache für den Schweißgeruch sind.

Welche Stoffe sind in Deos enthalten?

Wie bei allen anderen Kosmetikprodukten auch bestehen Deodorants aus einer Vielzahl an einzelnen Inhaltsstoffen, die jeweils unterschiedliche Funktionen erfüllen. Folgende Aufgaben sind so bei einem normalen Produkt abgedeckt:

  • Geruchsüberdeckende Stoffe – das sind meist ätherische Öle oder Duftstoffe.
  • Geruchsabsorber haben die Aufgabe, geruchsbildende Stoffe zu umhüllen und deren Ausbreitung zu verringern.
  • Antimikrobielle Mittel verringern die Wachstumsgeschwindigkeit der Bakterien, die den Schweigeruch entstehen lassen.
  • Enzymhemmer bzw. –inhibitoren deaktivieren die Enzyme, die für die Schweißzersetzung verantwortlich sind.

Dazu kommen natürlich noch diverse andere Stoffe, die für die Desinfektion, Haltbarkeit usw. verantwortlich sind, etwa Alkohol, Parabene oder Mineralöle.

Oft stellt sich dann die Frage: Wie gesund oder ungesund sind Deos und Antitranspiranten für unsere Haut?

Sind Deos für die Haut schädlich?

Viele Konsumenten klagen über Probleme bei der Anwendung, gerade wenn sie Allergiker sind. Hautausschläge und Rötungen sind häufig die Folge. In diesem Zuge gerät oft das Aluminium in die Kritik. Derzeit gibt es Indizien, dass ein Zusammenhang zwischen Brustkrebs und der Verwendung von Antitranspirantien mit Aluminium besteht.

Genauer gesagt geht es um Aluminiumsalze (beispielsweise Aluminiumchlorohydrat), die sich in Antitranspiraten – nicht jedoch in Deos – finden. Sie haben eine schweißhemmende Wirkung, indem sich die Hautporen zusammenziehen.

Das Problem dabei ist die Menge an Aluminium, die der Körper dadurch aufnimmt. Laut Untersuchungen des Bundesamts für Risikobewertung ist die „wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge“ bereits bei der einmaligen Nutzung eines entsprechenden Produkts erreicht.

Zwar scheidet ein „normaler“ Körper auch wieder einen Großteil der Schadstoffe über die Nieren aus. Aber gerade wenn eine Person aufgrund Vorerkrankungen o.ä. über Nierenprobleme klagt, können sich so relativ schnell größere Mengen Aluminium ansammeln.

Alternative Produkte ohne Aluminiumsalze gibt es allerdings mittlerweile zu Genüge. Der einzige Nachteil: diese wirken nur gegen Geruch, nicht aber die eigentliche Schweißproduktion.

Ohne Aluminium Hinweis auf Deo - Vitabay Magazin

Achte auf Produkte, die einen „Ohne Aluminium“-Zusatz haben. – Vitabay Magazin

Fazit

Was lassen wir eigentlich tagtäglich an unseren Körper und wie funktionieren Kosmetikprodukte? Ein (kritischer) Blick auf die Inhaltsstoffe hilft uns zu verstehen, wie diese Produkte wirken. So auch bei Deos: Auch wenn sie aus extrem vielen unterschiedlichen Stoffen bestehen, sind die meisten davon für die Bekämpfung von Schweißgeruch unabdingbar. Vermeide allerdings wenn möglich den Einsatz von Antitranspirantien mit Aluminium.

Außerdem einen Blick wert ist unser Gesundheits-Ratgeber. Dort haben wir weitere interessante Beiträge für einen gesunden Lebensstil gesammelt.

Weiterführende Informationen zur Wirkung und Inhaltsstoffen von Deos und Antitranspirantien

Das könnte Dich auch interessieren

Bisher keine Kommentare

Kommentieren