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Besser schlafen – aus Gewohnheit

Hinlegen, Augen schließen und sieben bis acht Stunden später gut erholt aufwachen. Für ein Drittel der Bevölkerung ist erholsamer Schlaf nur ein Traum. Sechs Prozent der Deutschen leiden unter einer Schlafstörung im medizinischen Sinn. Schlaf ist für Deinen Körper unerlässlich. Während die sieben Sinne ruhen, arbeitet der Organismus auf Hochtouren, um zu regenerieren und seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Doch welche Vorgänge tätigt Dein Körper während Du schläfst? Und was kannst Du tun um nachts besser zu schlafen? Hier bei uns erfährst Du mehr darüber 🙂

Nachts wird im Gehirn geputzt

Dein Gehirn arbeitet rund um die Uhr. Nachts sortiert es die Erfahrungen, Emotionen und Eindrücke des Tages. Die derart gespeicherten Erinnerungen festigen Dein Wissen und Deine Fähigkeiten. Läuft dieser Prozess nicht reibungslos ab, kann das verheerende Folgen für die kognitiven Fähigkeiten haben. Du entwickelst Dich geistig nicht weiter. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Hirnkapazität tendenziell abnimmt. Es fällt Dir schwerer, neue Dinge zu merken oder Neues zu lernen, die Konzentrationsfähigkeit sinkt ebenso wie die Reaktionsgeschwindigkeit – mit potenziell fatalen Auswirkungen im Straßenverkehr.

Schlaf ist ein Immunbooster

Bei einer Erkältung oder Grippe bist Du häufig müder als sonst. Dein Körper will schlafen, damit sich das Abwehr- und Immunsystem auf den Kampf gegen Viren und Bakterien konzentrieren kann. Ist die Schlafqualität unzureichend, wirst Du anfälliger für Infektions- und andere Krankheiten. Besonders alarmierend ist die negative Wirkung auf den Blutdruck. Weil das Blut langsamer fließt, wenn Du Dich matt und abgeschlagen fühlst, erhöht das Herz die Pumpfrequenz, um alle Organe zu versorgen. Damit steigt das Risiko eines Herzinfarkts.

Schlank im Schlaf

Ob sich Dornröschens Anmut erhalten hat, weil sie 99 Jahre schlief? Wir werden es wohl nie erfahren. Tatsächlich tut erholsamer Schlaf der Figur gut. Nachts regiert das Hormon Leptin, das Dein Hungergefühl drosselt. Sobald Du aufwachst, übernimmt Ghrelin und kurbelt den Hunger an – insbesondere auf (süße) Kohlenhydrate. Das Ergebnis zeigt Dir dann die Waage.

Schöne Haut im Schlaf

Die nächtliche Regeneration hat einen Einfluss auf Dein Hautbild. Schlechter Schlaf und ein damit einhergehender verlangsamter Blutfluss können zu einer mangelhaften Versorgung des größten Organs mit Nährstoffen führen. Mögliche Folge: Die Haut altert schneller als sie müsste. Im Spiegel blickst Du dann morgens auf ein blasses Ich und den einen oder anderen dunklen Schatten unter den Augen. Zudem gedeihen Pickel, Mitesser & Co. auf einer unausgeschlafenen Haut besser.

Beauty Sleep – die nächtliche Regeneration hat einen positiven Einfluss auf die Haut ©Shutterstock.com

Tipps für ausgeschlafene Typen

Nachfolgend findest Du einige Tipps, wie Du am nächsten Morgen fit, vital, schön und ausgeruht aufwachst.

Mache Schlaf zu einer Gewohnheit

Der Körper liebt Rituale. Wenn Du täglich zur gleichen Zeit ins Bett gehst und morgens aufstehst, trainierst Du die innere Uhr. Dein Körper lernt, wann er aktiv sein muss und wann er sich erholen darf. Auch am Wochenende ist dies der Fall. Brichst Du sonntags aus der (Schlaf-)Routine aus, legst Du das Fundament für den Montagsblues.

Sorge für optimale Bedingungen

Wie man sich bettet, so liegt man, heißt es. Tatsächlich tragen die Rahmenbedingungen im Schlafzimmer zu einer erholsamen Nachtruhe bei. Der optimale Raum ist

  • ausreichend dunkel
  • gut durchlüftetet
  • nicht zu warm und nicht zu kalt; empfohlen ist eine Temperatur um die 18 Grad

Lichtquellen wie das Display von Wecker oder Smartphone sollten nicht auf das Gesicht ausgerichtet sein. Apropos, Lichtquellen. Smartphone, Tablet & Co. sondern das sogenannte blaue Licht (»Blue Light«) ab. Es regt die Hirnzellen an und lässt Dich erschwert einschlafen. Bei neueren Modellen lässt sich diese Eigenschaft deaktivieren. Solltest Du Probleme mit dem Einschlafen haben, empfiehlt es sich elektronische Geräte etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen an die Seite zu legen.

Trinke Alkohol und Kaffee in Maßen – und zur rechten Zeit

Auf Alkohol möglichst zu verzichten, ist aus den verschiedensten gesundheitlichen Aspekten sinnvoll. Ein abendliches Glas Wein macht durchaus müde und kann Dich leichter einschlafen lassen – aber nicht durchschlafen. Nachts kann der Körper mit Entzugserscheinungen wie innerer Unruhe und Schweißausbrüchen reagieren. Das Aufwachen wird häufig von Kopfschmerzen oder starkem Durst begleitet.

Das zählt übrigens auch für Koffein. Wer Probleme mit dem Schlafen hat, sollte darauf achten, mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente zu sich zu nehmen.

Vor dem Schlafengehen sollte man möglichst auf Alkohol verzichten ©Shutterstock.com

Nutze natürliche Schlafhilfen

Herkömmliche Schlafmittel sollten – wenn überhaupt – nur für eine begrenzte Zeit eingesetzt werden. Sie können abhängig machen und bringen zahlreiche Nebenwirkungen mit sich. So berichten viele Anwender, dass sie sich am Tag nach der Einnahme schläfrig und matt fühlen, ältere Menschen können leichter stürzen, weil die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt werden kann.

Die Natur bietet zahlreiche Alternativen, um die Schlafqualität zu verbessern:

Zusätzlich soll der Reishi-Pilz einen positiven Effekt auf den Bio-Rhythmus haben.

Dein Körper braucht erholsame Ruhephasen, damit er sich auf die Aufgaben konzentrieren kann, die seine Leistungsfähigkeit auf Top-Niveau halten. Günstige Gewohnheiten und Rahmenbedingungen helfen, für eine optimale Schlafqualität zu sorgen.

  • Feste Schlafzeiten
  • Optimale Bedingungen
  • Alkohol und Koffein reduzieren
  • Natürliche Schlafhilfen

Entspannungstechniken wie ASMR, progressive Muskelrelaxation können helfen, vom Alltag loszulassen und in den Schlaf zu finden. Die schlaffördernde Wirkung der berühmten warmen Milch mit Honig ist zwar nicht wissenschaftlich belegt, die wohlige Wärme im Bauch sollte Dich aber schnell ins Land der Träume schicken 😉

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