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Curlies aufgepasst­ – alles was ihr über eure Locken wissen müsst

Curlies aufgepasst ©Shutterstock.com

Deine Haare sind rebellischer als du! Sie machen einfach was sie wollen. Frizz ist dein großer Feind und jedes Mal, wenn du deine Haare wäschst, ist das Ergebnis eine Überraschung. Wenn es um Locken geht, kann man niemals von einem Lockentyp ausgehen. Jede Locke ist einzigartig. Wenn du verstehst, was deine Naturlocken brauchen, ist dir geholfen! Wie du deine Locken rocken kannst erfährst du hier bei uns im Vitabay Magazin. Viel Spaß beim Lesen!

Wie entstehen eigentlich deine Locken?

Die Entstehung natürlicher Locken ist in den Genen begründet. Das gekräuselte Haar wird nämlich dominant vererbt. Haben deine Eltern also Locken, so ist die Wahrscheinlich sehr hoch, dass du auch Locken hast. Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung liegt bei 85 bis 95 %.

Durch eine biochemische Eigenschaft der Umhüllung der Haarwurzel kommt der Unterschied zum glatten Haar zustande. Die lockige Mähne entsteht durch eine geänderte Verteilung der Hornsubstanzen im Haar. Für die Verteilung der Hornsubstanzen sind Follikel verantwortlich.  Die Eigenschaften des Haarfollikels nehmen Einfluss auf die Form und die Textur des wachsenden Haares. Die Austrittsöffnung der Haarwurzel kann glatt oder gekrümmt sein. Ist sie glatt, wächst das Haar glatt und wenn sie gekrümmt ist, wächst das Haar lockig. Das Haar formt sich also nach dem Querschnitt der Haarwurzel:

Follikel bestimmen Haarstruktur ©Shutterstock.com

Deine Follikel bestimmen die Haarstruktur ©Shutterstock.com

  • Runder Querschnitt = glattes Haar
  • Runder bis ovalen Querschnitt = glatt bis gewelltes Haar
  • Asymmetrischer Querschnitt = gekräuseltes, lockiges Haar

Außerdem bilden Haarfollikel Proteine, wie z.B. Keratin. Die im Keratin enthaltenden Schwefelatome bilden Verbindungen, wodurch sich das Haar ebenfalls kringeln und kräuseln lässt. Zudem stellen Eisen, Kupfer und Zink wesentliche Elemente für den Wachstum und die Haarstruktur dar. Lockige Haare sind zudem auch empfindlicher und brauchen intensive Pflege, die extra für Locken spezialisiert ist.

Verzicht auf Sulfate und Silikone

Wenn du Locken hast, weißt du, dass es keine Musterlösung gibt. Das erschwert die Suche nach den richtigen Produkten sowie Techniken und führt zu viel Frustration. Dennoch gibt es Leitlinien, an die du dich halten kannst, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Wichtig ist, dass du darauf achtest, sulfat- und silikonfreie Produkte zu benutzen.

Silikone versiegeln deine Haare und sorgen dafür, dass deine Haare somit keine Nährstoffe und Öle der Pflegeprodukte mehr aufnehmen können. Mit der Zeit bildet sich eine immer dickere Silikonschicht – ein sogenannter Build-Up, der deinen Locken die Sprungkraft nimmt.

Sulfate sind zur Reinigung deiner Haare. Oftmals sind Sulfate aggressiv, trocknen dein Haar aus und greifen den natürlichen Schutzfilm an, welcher besonders bei deiner Lockenpracht wichtig ist. Es gibt jedoch auch mildere Sulfate, die deine Haare nicht so sehr angreifen.

Beim Umstellen von deinen Shampoos, Spülungen und Kuren dauert es eine Weile, bis deine Locken sich daran gewöhnen. Deine Haare können bis zu zwei Wochen matt und stumpf sein. Danach sollten sie aber deutlich gesünder aussehen.

Curly Girl Methode

Die Curly Girl-Methode ist eine Haarpflegemethode, die schädliche Gewohnheiten (wie Wärmestyling) für eine gesunde Haarpflege eintauscht. Etliche Curlies berichten davon, dass diese Methode zu unglaublichen Ergebnissen führt. Es gibt natürlich nicht die eine Lösung und du musst ein wenig ausprobieren, was für deine Haare am besten ist, jedoch ist es sehr hilfreich, sich an die Curly Girl Methode anzulehnen.

Don’ts der Curly Girl Methode

Der erste Schritt, um mit der Curly Girl-Methode zu starten, besteht darin zu wissen, was du nicht tun solltest. Es gibt viele alltägliche Haarpflegepraktiken, die lockigem Haar schädigen. Hier sind 7 Dinge, die du vermeiden solltest, wenn du die CG-Methode anwendest.

  • Shampoo
  • Wärmestyling
  • Kämmen & Bürsten von Haaren im trockenen Zustand
  • Sulfate
  • Nicht wasserlösliche Silikone
  • Alkohol
  • Duftstoffe
  • Tägliches Haare waschen

Jedoch gehören nicht nur die Vermeidung der Don’ts zur Curly Girl Methode, sondern auch die Anwendung der richtigen Pflegemittel. Eines davon ist das Leinsamen Gel, das nicht nur günstig ist, sondern eure Locken definiert und den Frizz eliminiert. Und das Beste daran ist: Ihr könnt es selber machen. J

Rezept für Leinsamen Gel

Gel aus Leinsamen ©Shutterstock.com

Aus Leinsamen lässt sich ein günstiges Gel für deine Haare herstellen ©Shutterstock.com

Ihr seid vergeblich auf der Suche nach einem günstigen Produkt, welches eure Locken definiert, Frizz eliminiert und zudem Feuchtigkeit spendet? Versucht es mal mit selbst gemachtem Leinsamen Gel! Nach der Haarwäsche in die Haare kneten. Deine Haare mit einem sogenannten Cast trocknen. Diesen kannst du mit einem Microfaser Tuch oder Haaröl auskneten, wenn deine Haare trocken sind.

Zutaten

(ergibt ca.300ml)

  • 700ml / (destilliertes) Wasser
  • 5EL / Leinsamen (ganz)
  • 2 EL / Oliven Öl
  • 2TL / Vitamin E Öl
  • 5 Tropfen / Teebaum Öl
  • 5 Tropfen / Ätherisches Öl (z.B. Zitronenmelissen Öl)

 Anleitung

In einem Topf das Wasser und die Leinsamen zusammen vermischen. Bei geschlossenem Deckel auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Hin und wieder nachsehen, ob sich auf der Oberfläche ein weißer Schaum gebildet hat. Ab diesem Zeitpunkt die Mischung durchgehend rühren. Sobald die Mischung anfängt hochzukochen, die Hitze reduzieren und auf die mittlere Stufe stellen. Mit einem Esslöffel die Konsistenz des Gels testen. Wenn sich ein Tropfen an dem Löffel bildet, ist das Leinsamen Gel fertig und darf für 3-5 Minuten neben dem Herd ziehen. Anschließend das Gel durch ein Sieb pressen, sodass du die Leinsamen vom Gel trennst. Wenn das Gel komplett abgekühlt ist, kannst du die Öle hinzufügen und untermischen.

Das ätherische Öl dient der Haltbarkeit und verleiht dem Leimsamen Gel seinen Geruch. Durch das destillierte Wasser, das Vitamin-E-Öl und das Zitronenmelissen-Öl kannst du das Gel länger haltbar machen. Das Masse kannst du in kleine Flaschen füllen und im Kühlschrank lagern. Um noch länger etwas von deinem Gel zu haben, empfiehlt es sich, dieses einzufrieren und nach Bedarf aufzutauen. Du kannst es beispielsweise in Eiswürfelformen oder kleine Plastikbehälter füllen.

Fazit

Lockige Haare sind komplex, jedoch nicht unmöglich zu stylen. Wenn du dich länger mit deiner Haarpracht beschäftigst, findest du auch mehr Möglichkeiten, ihnen das zu geben, was sie brauchen. Die Curly Girl Methode ist ein guter Anhaltspunkt. Das Internet ist voll mit etlichen Infos zu dieser Methode und das Ergebnis lohnt sich. Du solltest außerdem deinen Haartypen kennen, um die richtige Haarpflege für deine Locken zu finden. Wir haben noch ein paar weitere Links für dich mit Tipps und Tricks um deine Locken zu rocken.

Weiterführende Links

  • Bei codecheck.info kannst du die Inhaltsstoffe deiner Haarprodukte nachlesen
  • natuerlich-lockig.de hat viele Blogeinträge zum Thema locken, hier findest du auch noch genauere Erklärungen zu den Unterschiedlichen Locken-Typen
  • Auf Facebook gibt es eine tolle Gruppe wo sich alles um die Curly Girl Methode dreht, mit vielen hilfreichen Tipps rund um die Lockenpflege

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