Gesundheit

Das Immunsystem – die Festung unseres Körpers

Das Immunsystem ist der natürliche Abwehrmechanismus Deines Körpers und schützt vor Krankheiten und ihren Erregern. Deine Abwehrkräfte bekämpfen Erkältungen und andere Infektionen, die Du Dir im Alltag einfängst, meist erfolgreich. Oftmals werden die meisten Viren, Bakterien und Erreger weitgehend unbemerkt abgewehrt. Wenn Dein Immunsystem allerdings geschwächt ist, beispielsweise durch Stress, eine unausgewogene Ernährung oder anderen Faktoren, bist Du anfälliger für Infektionen. Wie der Abwehrmechanismus Deines Immunsystems funktioniert und wie Du es unterstützen kannst erfährst Du bei uns im Vitabay Magazin 🙂

Abwehrmechanismus des Immunsystems

So faszinierend wie der Körper sind auch seine mehrstufigen Abwehrmechanismen – das Immunsystem. Es besteht aus Proteinen (Antikörpern), Immunzellen und Immunorganen. Der Säureschutzmantel der Haut und die Schleimhäute dienen als äußere Barriere. Sie sorgen dafür, dass Bakterien, Viren, Pilze und andere Schadstoffe gar nicht erst in den Körper eindringen können, oder durch Husten oder Niesen direkt hinausgeworfen werden. Doch der mit Abstand größte Abwehrmechanismus befindet sich in der Darmflora. Hier befinden sich über 70 Prozent aller Immunzellen, um den Körper vor Krankheitserregern zu schützen.

Gelingt es Schadstoffen und schädlichen Keimen dennoch, die Schutzbarriere des Körpers zu durchbrechen, werden diese unschädlich gemacht. Darüber hinaus wird der gesamte Körper mittels Zellkommunikation über den Angriff informiert. Er ist nun sensibilisiert, sodass der Erreger nur noch mühsam vorankommt. Die angeborene Immunabwehr hat jedoch eine große Schwachstelle: Sie verfügt über kein Gedächtnis und ist nicht lernfähig. Diese Lücke schließt die erworbene oder auch spezifische Immunabwehr. Hat Dein Körper schon einmal einen Fremdkörper besiegt, erinnert sich das Immunsystem daran und geht gezielt gegen ihn vor – mit den sogenannten Antikörpern. Bei bestimmten Krankheiten wie z. B. Grippe kann eine Impfung dafür sorgen, dass Dein Organismus spezielle Antikörper bildet und sich immunisiert.

Tipps und Tricks für das Immunsystem

Nachfolgend haben wir dir einige Tipps zusammengestellt, wie Du Dein Immunsystem auch ohne Spritze stärken kannst.

Iss Dich immun

Angesichts der hohen Bedeutung der Darmflora spielt die Ernährung eine tragende Rolle für Dein Immunsystem. Viele Erkrankungen sind auf einen erhöhten Nährstoffmangel zurückzuführen. Mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung kannst Du Deinem Immunsystem wichtige Komponenten zuführen, die für eine erfolgreiche Immunantwort erforderlich sind. Damit Du Deinen Bedarf deckst und ausreichend Nährstoffe zu Dir nimmst, ist die Faustregel 5 am Tag von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein sehr guter Maßstab.

Als Immunbooster gelten insbesondere der Klassiker unter den Vitaminen: Vitamin C. Auch die Vitamine A, E und D – das stets mit Vitamin K kombiniert werden sollte – sowie einige B-Vitamine und die Mineralstoffe Zink, Selen und Eisen. Dafür eignen sich besonders gut:

  • Brokkoli
  • Kohl
  • Pilze
  • Nüsse
  • Knoblauch
  • Zitronen

Eine ausreichende Einnahme an Obst und Gemüse ist wichtig, da es den Cholesterinspiegel und Blutdruck reduziert, die Gesundheit der Blutgefäße verbessert, das Immunsystem stärkt und sich gut auf die Darmflora auswirken.

Mit hochwertiger Nahrungsergänzung kannst Du zusätzlich die Lücke des Nährstoffmangels schließen und einen wesentlichen Beitrag für Gesundheit und Wohlbefinden bis ins hohe Alter leisten. Hierbei solltest Du unbedingt auf Qualität und Reinheit der Aktivstoffe achten.

Beweg Dich ­– in Maßen

Frische Luft erhellt die Stimmung und stärkt Herz, Kreislauf und das Immunsystem. Bei Sonnenschein wird zudem die Synthese von Vitamin D angekurbelt. Wer sich zwei- bis dreimal pro Woche eine halbe Stunde lang sportlich betätigt, tut Körper und Geist etwas Gutes und mobilisiert die Abwehrkräfte. Allerdings solltest Du es nicht übertreiben. Wird Dein Körper allzu stark belastet, sinkt die Zahl der Immunzellen in der Ruhephase unter den Wert vor der Belastung – die Wissenschaft nennt das „Open-Window-Phänomen“.

Schlaf Dich gut aus

Je besser die Nachtruhe, desto besser die körperliche Regeneration. Alle Eindrücke und Erfahrungen des Tages werden im Gehirn verarbeitet und sortiert. Schläfst Du schlecht, wirkt sich das auch negativ auf das Immunsystem aus: Du wirst anfälliger für Krankheiten.

Dein Körper braucht ausreichend Schlaf um sich zu regenerieren ©Shutterstock.com

Sieben bis acht Stunden Schlaf gelten als ausreichend für eine vollständige Regeneration. Als förderlich für die Schlafqualität gelten

  • Magnesium
  • Melatonin
  • Baldrian
  • Lavendel
  • Passionsblume

Darüber hinaus wird dem Reishi-Pilz ein positiver Effekt auf den Bio-Rhythmus zugeschrieben.

Rauchen? Lieber nicht.

Tabakrauch enthält einen verheerenden Cocktail aus diversen Schadstoffen, die sich in ihrer zerstörerischen Kraft gegenseitig verstärken. Er gilt als krebsfördernd, trocknet die Schleimhäute aus – schwächt also Deine erste Verteidigungslinie –, und kann vielfältige entzündliche Prozesse im Körper fördern. Unabhängig davon setzt der tiefe Zug an der Zigarette die Luftröhre einer Temperatur aus, für die sie nicht geschaffen wurde.

Wenn Du partout nicht auf den Glimmstengel verzichten kannst, solltest Du zumindest an der frischen Luft rauchen und nicht in geschlossenen Räumen.

Trink viel Wasser

Jeden Tag verliert Dein Körper etwa 2,5 Liter Flüssigkeit. Wenn dieser Verlust nicht ausgeglichen wird, kann das zur Folge haben, dass Dein Blut langsamer fließt und damit auch das Immunsystem nur noch gebremst arbeiten kann.

Als ideale Flüssigkeitszufuhr –Wasser oder ungesüßter Tee – gelten 30 bis 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht, das ergibt für Erwachsene durchschnittlich zwei bis drei Liter pro Tag.

Der menschliche Körper braucht täglich eine Flüssigkeitszufuhr von zwei bis drei Liter  ©Shutterstock.com

Bei Krankheitserscheinungen wie Brechen oder Durchfall steigt der Wasserbedarf von Betroffenen erheblich. Auch wenn Du bedingt durch Sport oder harte körperliche Arbeit viel schwitzt, solltest Du entsprechend mehr Wasser trinken – auch während der Aktivität, denn Dein Körper meldet leider erst dann Durst an, wenn ein bis zwei Liter Flüssigkeit im Körper fehlen.

Wasche regelmäßig die Hände

Nicht nur in der Erkältungszeit gilt: die Hände regelmäßig gründlich waschen. So können potenzielle Übeltäter unschädlich gemacht werden, bevor sie in den Organismus gelangen und sich ausbreiten können.

Entspann Dich

Stress und Sorgen drücken nicht nur die Stimmung, sie schwächen auch Dein Immunsystem. Nimmt der Stress chronisches Ausmaß an, kann es zu Erschöpfungszuständen kommen, die Erregern Tür und Tor öffnen. Ein bisschen mehr Hakuna Matata tut der Seele gut – und auch dem Immunsystem.

Fazit: Kleine Schritte – große (Immun-) Wirkung

Dein Körper ist mit einer der besten und effektivsten Verteidigungsanlagen der Welt ausgestattet. Hinsichtlich Wartung und Pflege ist das Immunsystem überhaupt nicht anspruchsvoll. Mit vergleichsweise kleinen Anpassungen im Alltag lassen sich große Auswirkungen auf die körpereigene Abwehr erzielen:

  • Mehr Obst und Gemüse essen
  • Regelmäßig an der frischen Luft bewegen
  • Erholsam schlafen
  • Nicht rauchen
  • Viel Wasser trinken
  • Oft Hände waschen
  • Entspannen

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