Ernährung

Rhabarber ­– das Superfood des Frühlings

Rhabarber

Wenn du dich zurzeit auf Märkten umschaust findest du ihn überall – Rhabarber. Seit Anfang April ist offiziell die Rhabarber-Saison. Bis zum Johannistag am 24. Juni wird er geerntet. In Hülle und Fülle kannst du die süß- saure Köstlichkeit genießen, es gibt etliche Möglichkeiten ihn zu verarbeiten. Was genau das köstliche kalorienarme Knöterichgewächs ausmacht und wie du es zu einem fantastischen Mahl verarbeitest, liest du im Vitabay-Magazin. Viel Spaß beim Lesen und Nachmachen!

Zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe

Der Rhabarber ist ein regelrechtes Superfood, bekanntermaßen ist er sehr reichhaltig. Er hat einen sehr hohen Vitamin C Anteil, welches zu einer normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Der Vitamin C Anteil deckt bereits ein Drittel des Tagesbedarfes eines Erwachsenen.  Calcium, Eisen und Magnesium sind ebenso enthalten. All das bei nur 13 Kalorien auf 100 Gramm. Hier findest du eine Übersicht aller Nährwerte von Rhabarber:

Inhaltsstoff pro 100g Menge
Vitamin C 10mg
Kohlenhydrate 13kcal
Fett 0,1g
Eiweiß 0,5g
Magnesium 10mg
Ballaststoffe 1,8g
Kalium 80mg
Kalzium 50mg

Dank seines hohen Ballaststoffgehalts macht Rhabarber zudem lange satt. Deshalb macht er sich gut auf dem Speiseplan von Abnehmwilligen.

Besonders der hohe Anteil an Kalium trägt zu einer Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks bei. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle bei einer normalen Funktion des Nervensystems und der Muskelfunktion.

Frischer Rhabarber enthält zudem viele Antioxidantien. Diese können helfen, die Körperzellen vor den freien Radikalen, sprich Sauerstoff Verbindungen, zu schützen.

Ist Rhabarber Obst oder Gemüse?

Rhabarber wird meistens für leckere Smoothies, Kuchen, Marmeladen und Kompott verwendet. Demnach könnte man doch behaupten, dass Rhabarber eine Obstsorte ist? Genau hier liegt der Irrglaube. Rhabarber ist nämlich ein Gemüse. Als Gemüse werden die essbaren Teile einer Pflanze bezeichnet, die nicht die Frucht ist, sprich:

  • Stiele
  • Wurzeln
  • Blätter
  • Samen

Da beim Rhabarber ausschließlich die Stiele gegessen werden, fällt dieser in die Gemüse-Klasse.

Herkunft von Rhabarber

Bereits 2700 Jahre v. Chr. wurde Rhabarber als Heilpflanze genutzt. Damals nutzte man aber nicht, wie heutzutage, die Stiele, sondern vielmehr die Wurzeln. Diese wurden besonders im Kampf gegen Verstopfung genutzt. Die Wurzeln sind verantwortlich für den Namen Rhabarber, denn es wird von dem lateinischen Wort “reubarbarum” abgeleitet, was übersetzt “Wurzel der Barbaren” bedeutet. Die Barbaren waren für die Griechen und Römer Sprecher anderer Sprachen, die unverständlichen Geräusche wie “bar, bar, bar” von sich geben.

Anfang des 16. Jahrhunderts fand der Rhabarber den Weg in den Westen. Vorerst wurde er, vor allem in England, wegen seiner Wurzeln gepflanzt. Erst im 18. Jahrhundert wurde er erstmal als besonders wohlschmeckend bezeichnet. Allerdings wurden die Stiele des Rhabarbers zu Fleisch und anderen Gerichten gereicht und nicht gesüßt – auch ein weiteres Indiz dafür, dass Rhabarber ein Gemüse ist.

Blätter enthalten Oxalsäure

Blätter der Rhabarberpflanze

Die Blätter der Rhabarberpflanze enthalten schädliche Oxalsäure ©Shutterstock.com

Bei der Zubereitung von Rhabarber solltest du unbedingt darauf achten, dass du die Blätter nicht mit verzehrst. Die Blätter der Rhabarberpflanze enthalten Oxalsäure, welche giftig für den menschlichen Körper sind. Folglich solltest du den Rhabarber nach dem 24. Juni nicht mehr ernten, da der Oxalsäuregehalt in dem Gemüse zum Ende der Saison hinzunimmt.

Wenn du darauf achtest, bietet dir Rhabarber eine Vielzahl an Möglichkeiten, ihn zu verarbeiten.

Leckeres Rezept für Rhabarber Muffins

Natürlich entlässt Vitabay dich nicht ohne ein köstliches Rezept! Gibt es eine bessere Art und Weise, die Rhabarber Saison zu feiern, als mit saftigen Rhabarber Muffins? Mit dieser Köstlichkeit machst du garantiert nichts falsch!

Rhabarber Muffins

Leckere Rhabarber Muffins zur Rhabarber Saison ©Shutterstock.com

Für 12 Muffins

  • 250g Rhabarber
  • 175g Margarine oder Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 150g Zucker
  • 4 Eier
  • 350g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 5 Esslöffel Milch
  • 12 Papierförmchen

Heize den Backofen auf 200°C vor. Schäle zunächst den Rhabarber und schneide ihn in kleine Stücke. Margarine, Vanillezucker, Salz und Zucker in einer Schüssel mit Hilfe eines Handrührgerätes schaumig rühren. Gib nun die Eier nach und nach dazu und rühre sie unter.

Mehl (1 EL Mehl aufheben) und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Wende den Rhabarber im restlichen Mehl und hebe ihn unter den Teig. Ein Muffinblech mit Papier- Muffinförmchen auslegen und den Teig mit Hilfe eines Esslöffels verteilen. Die Muffins für 25-30 Minuten backen.

Wenn du möchtest, kannst du die Muffins auch noch mit einem leckeren Zuckerguss aus 75g Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone bestreichen.

Fazit

Der Verzehr von Rhabarber kann gesundheitliche Vorteile mitbringen. Er ist ein echtes Superfood. Rhabarber ist nicht nur geschmacklich unschlagbar, sondern auch dank seiner Nährstoffe eine gute Ergänzung zu deiner Ernährung.

Auch wenn du dich, wie wir vom Vitabay Magazin, momentan am liebsten nur noch von Rhabarber ernähren möchtest, solltest du wie in unseren anderen Ernährungs-Ratgebern ebenfalls erwähnt, darauf achten, dass eine Mischung aus verschiedenen Lebensmitteln besonders wichtig ist. Eine einseitige Ernährung – beispielsweise bedingt durch den zu intensiven Einsatz von Rhabarber – ist nämlich kontraproduktiv, egal wie gesund ein einzelnes Lebensmittel auch sein mag.

Weiterführende Links

  • Hast du schon mal von der Rhabarberbarbara und ihrer Rhabarberbarbarabar gehört?
  • Bei den Küchengöttern findest du zahlreiche süße und herzhafte Gerichte mit Rhabarber

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